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Bad-Umbau nach Sturz: Sofortmaßnahmen, Antragswege und Zeitplan

Veröffentlicht am 01.10.2026

Woche 1: Übergang sichern

Bevor irgendetwas umgebaut wird, muss die tägliche Hygiene funktionieren. Sinnvolle Sofortmaßnahmen: WC-Sitzerhöhung (40 €, im Sanitätshaus meist am selben Tag), rutschfeste Badematte, Duschhocker mit Rückenlehne (60 bis 120 €). Wenn die Wanne gar nicht mehr benutzbar ist, hilft die mobile Pflege oder ein Angehöriger für zwei Wochen — kein Grund zur Panik.

Woche 2: Pflegegrad-Antrag stellen

Wenn noch kein Pflegegrad vorliegt: Antrag bei der Pflegekasse (formlos oder online). Der MDK meldet sich in der Regel innerhalb von 25 Werktagen. Wichtig: bereits vor der Begutachtung mit dem Wohnumfeld-Antrag beginnen — der Zuschuss von bis zu 4.180 € steht ab Pflegegrad 1 zu.

Woche 3: Fachbetrieb-Angebote einholen

Zwei bis drei Angebote reichen. Achten Sie darauf, dass jedes Angebot enthält: Rückbau der alten Wanne, Neuabdichtung nach DIN 18534, Fliesenarbeit, neue Sanitärobjekte, Elektro (Licht, Steckdose), Entsorgung. Vergleichbarkeit ist wichtiger als der niedrigste Preis.

Woche 4: Antrag einreichen — und dann warten

Der Zuschussantrag geht mit dem ausgewählten Angebot an die Pflegekasse. Bewilligung kommt in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Wochen. Erst nach schriftlicher Zusage darf der Fachbetrieb beauftragt werden — sonst geht die Förderung verloren.

Woche 5 bis 8: Umbau

Ein Wannen-zu-Dusche-Umbau dauert 3 bis 5 Werktage, ein kompletter Bad-Neuaufbau 8 bis 14 Werktage. Planen Sie eine Ersatz-Duschmöglichkeit ein: mobiler Duschstuhl im Wohnzimmer plus Waschschüssel, oder Dusche bei Angehörigen.

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